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| Griechische Mythologie | |
(lat. Licius) Unter diesem Beinamen wurde der Gott Apollo in einem Tempel zu Argos verehrt.
Danaos, der Bruder des Ägyptus, war nach Argos gekommen und stritt mit Gelanor, dem König von Argos, um die Herrschaft über die Argolier. Man kam überein, das Volk über seinen König entscheiden zu lassen und jeder der Beiden begann, sein Begehren zu begründen.
Solches zog sich hin und man vertagte sich, doch in der Nacht erschien ein Wolf in der Argolis und riß etliches Vieh, darunter auch einen besonderen Stier.
Man beriet über den Vorfall und deutete ihn in der Weise, daß man im erlegten einheimischen Stier den Gelanor erkannte, im überlegenen Wolf den Fremdling Danaos und übertrug dem die Königswürde.
Der erwies sich dem Apollo als dankbar, meinte er doch, der Gott habe jenen Wolf geschickt, und errichtete dem Apollo Lykios von (griech. Wolf) genannten Tempel (PAUSANIAS Corinth. c. 19. p. 118, zit. n. HEDERICH, Grdl. myth. Lex., Sp. 1490f.).
Eine weitere Gestalt der griechischen Mythologie mit Namen Lykios war ein Sohn des Kleinis. Ihn verwandelte Apollo in einen weißen Raben. Später überbrachte dieser Lykios dem Apollo die Nachricht, die von dem Gott geliebte Koronis habe sich verheiratet, woraufhin Apollo den Boten aus Verdruß schwarz färbte. (nach HEDERICH, Grdl. myth. Lex., Sp. 1491)