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| Germanische Mythologie | |
Die Midgardschlange (Jörmungand) der nordischen Mythologie.
Midgardsomr ist eine dämonische Riesenschlange. Sie ist eine Verkörperung des die Landmassen umschlingenden Weltmeeres. Sie ist rings um die Welt Midgard gerollt (Erdumgürter) und beißt sich selbst in den Schwanz. Wenn sie sich im Wasser wälzt, verursachen ihre Bewegungen gewaltige Sturmfluten.
Sie ist eine Tochter der Riesin Angrboda und des Loki, ihre Geschwister sind die Todesgöttin Hel und der Fenriswolf.
Das Hymirlied der Edda erzählt von einer Angelfahrt des Asen Thor, der bei Hymir am Rand des Himmels den Erdumgürter an den Haken bekam, wobei als Köder der Kopf eines schwarzen Stieres diente. Die Schlange entkam zwar, doch traf Thor ihr steinernes Haupt mit seinem Hammer, wobei die See toste und die Erde erbebte. (Hymiskvida, 5, 19 u. 23f.)
Zur Endzeit Ragnarök wird sich die Midgardschlange im Meer wälzen, die Wellen die Küsten überfluten und so das Totenschiff Naglfar loskommen (Gylfaginning, 51). Im Kampf der Asen gegen die riesischen Mächte wird zwar Thor mit seinem Hammer Mjöllnir die Midgardschlange erschlagen, doch tötet ihr Gift noch im Tod ihren Bezwinger.
Im Zuge der Christianisierung Skandinaviens setzte eine Gleichsetzung der Migdardsomr mit dem Leviathan der Bibel ein BELLINGER, 312).