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 Germanische Mythologie
 
 

Hrimthursar

(nord. „Reifriesen”) In der nordischen Mythologie Frost- und Reifriesen.
Als bedrohliche Mächte (Thurs) wohnen sie im eisigen Norden, das eddische Grimnirlied siedelt sie unter einer drei Wurzeln der Yggdrasil an (Grimnismal, 31).

Ihr Ahnherr ist Ymir, der aus der Vermählung von Feuer und Eis hervorgegangen war. Als in der Urzeit die Ströme Hvergelmirs in Ginnungagap vereisten und unter der Wärme Muspellheims wieder aufschmolzen, bildete sich als erstes Lebewesen Ymir.
Weil dieser Ymir böse gewesen sein soll, sind das auch alle seine Nachfahren (Gyllfaginning, 5).

Als Ymir erschlagen wurde, ertranken in der Sintflut seines Blutes alle alten Riesen bis auf Bergelmir und seine Frau, von denen das Geschlecht der Jöten herstammt.

Hrimthursar sind zum Beispiel Fornjotr und Vafthrudnir.

Auch die als Jötunn bekannten Riesen stammen von Ymir her. Während mit aber mit Thurs eher zerstörerische Naturkräfte gemeint sind, ist Jötunn ein mehr wertfreier Begriff. Jöten und Hrimthursen stehen auch nebeneinander; bei SNORRI findet man auch Bergriesen und Hrimthursen nebeneinander (Gylfaginning, 15).

 

Hrimthurs

So heißt bei Snorri ein Riese, der als Steinmetz den Göttern beim Bau ihrer Burg Asgard hilft.

Dabei unterstützt ihn sein Hengst Svadilfari.