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 Deutschland - Bayern
 
 

Bamberg

(PLZ 96047-52) Landkreis und Kreisstadt in Oberfranken (Bayern) an der Regnitz, Sitz des Erzbischofs und einst deutsche Hauptstadt.
Erste urkundliche Erwähnung fand Bamberg im Jahre 902, hundert Jahre später begannen der spätere Kaiser Heinrich II. und dessen Gattin Kunigunde mit dem Bau des Bamberger Doms und Bamberg wurde Bischofssitz, in dieser Zeit war Bamberg auch Hauptstadt des damaligen „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation”.

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Die Gegend war archäologischen Funden zufolge bereits 1.000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung besiedelt.

Bambergs Altstadt und der Kaiserdom wurden — ganz wie das alte Rom — auf sieben Hügel gebaut. Man nennt Bamberg daher auch „fränkisches Rom”.
Bamberg hatte das Glück, nie durch Krieg zerstört worden zu sein. Die Innenstadt steht unter Denkmalschutz und steht auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Hier finden sich Dom, Bamberger Reiter und Gnadentor und insgesamt ein bewegtes Stück Architektur von Gotik bis Barock.

Wappen von Bamberg
Stadt Bamberg
 
 
Das Wappen Bambergs (links) beruht auf Siegeln, die bereits im Jahr 1211 verwendet wurden. Es zeigt den Heiligen Georg, der Patron der Stadt ist. Er stützt sich auf ein Schild mit dem Wappen der Grafen von Andechs-Meranien, die im 13. Jahrhundert über Bamberg herrschten.
 
Wappen des Landkreises Bamberg
Kreis Bamberg
 
Zwischenzeitlich (15. u. 16. Jh.) wurde im Wappen statt des hl. Georg Kaiser Heinrich II. dargestellt.

1007 gründeten Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde das Bistum Bamberg, das als Missionsbistum zur Christianisierung der Slawen gedacht war. Im Dom zu Bamberg liegt dieser 1024 gestorbene, 1146 heiliggesprochene Kaiser begraben, neben ihm ruht seit 1201 seine Gattin Kunigunde. Das Hochgrab mit seinen überlebensgroßen Liegefiguren schuf Tilman Riemenschneider.

Heinrich II. und seine Gattin Kunigunde sind Schutzpatrone des Erzbistums Bamberg, Heinrich auch Patron der Stadt Bamberg.

 

Von 1623 bis 1633 sollen in Bamberg auf Geheiß des Fürsten und Bischofs mehr als sechshundert Menschen wegen angeblicher Hexerei verbrannt worden sein. (BAIGENT u. LEIGH, 162f.)

 

Das Wappen des Landkreises Bamberg (rechts) zeigt Elemente der Wappen zweier früherer geistlicher Herrschaften. Der Löwe entstammt dem Wappen des Klosters Bamberg, das Schwein mit dem Bischofsstab vom Kloster Ebrach.

 

Auf Kaiser Heinrichs Grabmal in Bamberg ist in Stein die Gerechtigkeit mit einer Waage in der Hand eingehauen. Die Zunge der Waage steht allerdings nicht in der Mitte, sondern etwas versetzt. Es heißt, wenn das Zünglein einmal ins Gleiche kommt, gehe die Welt unter. (Manlii. Loc. comm. collect., p. 46, n. GRIMM, Nr. 294)