Karlsruhe
(PLZ 76131 u. a.) Eine Stadt in Baden in der Oberrheinischen Tiefebene, seit 1949 Kreisstadt und Hauptstadt des Regierungs-Bezirks Karlsruhe im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. 1990 hatte Karlsruhe rund 265.000 Einwohner.
Karlsruhe wurde 1715 vom Markgrafen Karl (III.) Wilhelm von Baden-Durlach als Residenzstadt und Hauptstadt der Markgrafschaft Baden-Durlach gegründet. Später (1771) wurde es zur Hauptstadt der vereinigten Markgraftschaft Baden, dann mit Änderung des Status des Landesherrschers aufgrund der politischen Großwetterlage, zur Hauptstadt des Kurfürstentums Baden (1803), 1806 zur Landeshauptstadt und Residenz des von Napoleon geschaffenen Großherzogtums Baden, des Freistaats Baden (1918) und 1933 Gauhauptstadt von Baden.
In Karlsruhe befinden sich mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof die beiden höchsten deutschen Rechtsinstanzen, außerdem einige weitere Bundesbehörden und eine staatliche Münze (Münzzeichen G auf D-Mark-Münzen).
Ein merkwürdiges Wahrzeichen ist die Pyramide vor dem Rathaus am Marktplatz. Der markante Bau, der sich heute im Logo der Stadt Karlsruhe wiederfindet, wurde 1823 über dem Grab des Stadtgründers Karl Wilhelm errichtet. In gewisser Weise spiegelt sie in Augenhöhe die von der Luft aus erkennbare planmäßige Anlage Karlsruhes wider, die an eine strahlenaussendende Pyramide erinnert. Von der — wie ein Großteil der Stadt — im zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe völlig zerstörten, hernach wieder aufgebauten Residenz des Markgrafen gehen, ganz nach dem Ideal einer absolutistischen Stadtplanung, fächerförmig zweiunddreißig Straßen aus.

Die Stadtanlage von Karlsruhe. Nach einem Stich von Heinrich Schwarz, 1721. | |
Die Anlage erinnert an die bekannte Pyramide mit dem Auge in der Spitze, die ähnlich auch auf der 1-Dollar-Note der Vereinigten Staaten von Amerika zu finden sind. Diese Anlage beförderte verschwörungstheoretische Gedanken und so gilt Karlsruhe manchem als Gründung der Illuminaten, die hier den Gral versteckt halten sollen; der Name der Stadt sei nach dieser Lesart nicht Karlsruhe, und spiele auch nicht auf das Bedürfnis des Stadtgründers nach einer ruhigen Residenz an, sondern sei eigentlich Kralsruhe, weil hier der von den Illuminaten versteckte Gral ruhe. Natürlich soll auch Stadtgründer Karl Wilhelm Illuminat gewesen sein, ebenso sein Berater Johann Heinrich Jung-Stilling (1740 bis 1817), und in Karlsruhe gibt es eine Freimaurerloge, die ähnlich dem Wappenmotto Leopold zur Treue heißt.
 Wappen von Karlsruhe |
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Das Wappen von Karlsruhe, geführt wird es seit 1718, ist im wesentlichen das Wappen des Landes Baden mit gegensätzlichen Farben. Die lateinische Inschrift Fidelitas (dt. Die Treue, Zuverlässigkeit, Lehenstreue) im gelben Schrägbalken ist wohl eine Mahnung des Gründers unmd Lehnsherrn Karl Wilhelm von Baden-Durlach an die Karlsruher Bürger.
 Wappen von Knielingen |
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Auch die nach und nach eingemeindeten umliegenden Orte führten und führen Wappen. Interessant ist das Wappen des am 1. April 1935 eingemeindeten Vorortes Knielingen, das ein schwarzes Pentagramm auf goldenem Grund aufweist. Knielingen stellt die älteste Teilgemeinde des heutigen Karlsruhe dar, bereits 786 wurde es erwähnt. Die Heraldik ist sich unschlüssig über dieses in Wappen selten verwendete Symbol, das als Ortssiegel schon 1568 in Gebrauch war, 1895 zum heutigen Wappenzeichen wurde.
  Wappen von Beiertheim und Bulach |
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Halbmonde haben gleich zwei eingemeindete Orte zum Wappensymbol, einen abnehmenden silbernen Halbmond in Schwarz Beiertheim und einen zunehmenden goldenen Halbmond in Blau Bulach.
 Wappen von Hagsfeld |
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Hagsfeld hat in Blau ein silbernes Kreuz mit in zwei Enden gespreizt auslaufen den Längsbalken, dessen Bedeutung ungewiss ist.
1817 wurde von Karl Friedrich Drais eine Laufmaschine konstruiert. Diese Draisine wurde zur Vorläuferin des heutigen Fahrrads.