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 Christentum - Heilige
 
 

Joseph von Nazareth

(Josef von Nazareth) Als Gatte der Maria wurde Joseph zum Ziehvater des Jesus. Er lebte als Zimmermann in Nazarth/Galiläa.
Zunächst nicht sonders erbaut von der Feststellung, daß seine Braut das Kind eines andren austrug, wollte er sich von Maria lösen, doch ein Engel des Herrn offenbarte ihm den Vater des Kindes, Gott (Matthäus 1,19ff.).

So umgestimmt blieben Josef und Maria vereint und führten fortan eine sog. „Josephsehe” ohne ehelichen Verkehr (andererseits ist von Jesu Brüdern die Rede - entweder, die Geschichte von der Josephsehe ist nicht ganz richtig oder Jesu Brüder ist im Sinne einer geistigen Bruderschaft gemeint, vgl. Ordensbruder).

Hl. Joseph, das Jesuskind tragend, mit Tunika und Lilien.
Hl. Joseph, das Jesuskind tragend, mit Tunika und Lilien.
Keramik, Coll. ZOMPRO
 
Bei Matthäus ist berichtet, wie die junge Familie nach Ägypten floh, um dem von Herodes angekündigten Kindsmord zu entgehen. Erst nach dem Tod des Herodes kehrten sie zurück nach Nazareth (Matthäus 2, 13ff.).

Später pilgerte er mit Maria und dem 12-jährigen Jesusknaben zum Pessahfest nach Jerusalem. Hernach ist - wenigstens in den kanonischen Büchern der Bibel - von Joseph nichts mehr überliefert.

Darstellung findet Joseph als Greis mit dem Jesuskinde, als Zimmermann, mit Stab oder Lilie.

Seine Patronate sind zahlreich. So ist er Patron der gesamtem katholischen Kirche. Zuständig ist er für Peru, Mexiko, Kanada, die Philippinen, Österreich, Tirol, Kärnten, Steiermark, Bayern, Böhmen und das Bistum Osnabrück, außerdem mit den Heiligen Drei Königen Schutzpatron von Köln.

Er sorgt für Familien, Kinder, Jugendliche und Waisen. Bei Augenleiden, Versuchunung, Verzweiflung oder Wohnungsnot ruft man den Josef an, er steht Sterbenden bei und gewährt einen guten Tod.

Weiterhin ist Joseph von Nazareth Patron der Arbeiter, Handwerker und Zimmerleute, der Holzhauer, Schreiner, Wagner und Totengräber. Er steht Ingenieueren bei, Reisenden und Erziehern sowie Verbannten und Jungfern.

Sein Tag, der Josefitag am 19. März, ist besonders im Alpenraum mit reichem Brauchtum verbunden. Seit der Proklamation des Joseph zum Schutzpatron der Kirche durch Papst Pius IX. im Jahre 1870 gilt der Tag als Hochfest.

Am 1. Mai 1955 setzte Papst Pius XII. das Fest „Josef der Arbeiter” ein um „den Tag, den die Welt der Arbeit sich als eigenes Fest auserkoren hat, die christliche Weihe zu geben und zu einer stets wiederkehrenden Einladung an die moderne Gesellschaft werden zu lassen.”

Neben dem 19. März ist daher der 1. Mai Tag des Joseph.

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