| Feste - Römisch | ||
Die Römer feierten am 15. Februar die Lupercalia (Wolfsfeste) zu Ehren der Göttin Juno, die Schützerin von Ehe und Familie war und als Juno Februata Liebesgöttin und des Lupercus, welcher ein Faun ist und dem griechischen Pan entspricht.
Das alte Fest soll durch Evander oder später durch Romulus und Remus eingeführt worden sein.
Mittelpunkt des Festes war die Lupercal-Grotte, jener Ort, wo nach der Überlieferung die Wölfin die Zwillinge Romulus und Remus gesäugt hatte (LOREY, S. 213).
Teil des Zeremoniells war, daß zwei Jünglingen mit einem in Ziegenblut getauchtem Dolch die Stirn bestrichen wurde, die anschließend, unter allgemeinem Gelächter, mit in Milch getauchter Wolle gereinigt wurde.
Daraufhin opferte man Ziegen und Hunde, in deren Felle die sonst nackten Jünglinge ihren Unterleib hüllten. Man aß die Opfertiere und anschließend zogen die Burschen weinselig durch Rom und strichen die Frauen mit Riemen aus der Bockshaut, wovon die sich Fruchtbarkeit erhofften.
Zu dem Fest wurden Frauen mit Blumen beschenkt, außerdem schrieb man die Namen der Jungfrauen auf Zettel, die an die Jünglinge verlost wurden, die für die Dauer der Festlichkeiten den jeweiligen Frauen verbunden waren.
Aus diesem Fest entstand nach der Christianisierung das Brauchtum um den Valentinstag am 14. Februar.