Der Name Sebastian Kneipp steht für den Mann, der gegen Ende des Jahrhunderts zum Wegbereiter und Bahnbrecher der Naturheilverfahren Wasserkur und Kräuterkur.
Sebastian Kneipp (geb. 17. 5. 1821) wuchs in Stefansried bei Ottobeuren (Schwäbisch-Bayerische Hochebene) als Sohn eines Webers auf. Als junger Mann von gut 21 Jahren verließ er das Elternhaus und begab sich auf als Webergeselle auf die Wanderschaft, doch war sein ersehnter Wunsch, ein geistliches Amt zu bekleiden. Gegen viele Schwierigkeiten gelang ihm die Aufnahme am Gymnasium zu Dillingen, doch war Kneipps Gesundheit angegriffen und er verfiel in Siechtum, von dem ihn auch ein menschenfreundlicher Militärarzt mit seiner Kunst nicht helfen konnte.
Als Kneipp schon sein baldiges Ende erwartete, fiel ihm in der Bibliothek ein Buch des Arztes Johann Siegmund Hahn (1696 - 1773) in die Hände. In diesem Unterricht von der Krafft und Würckung des frischen Wassers rühmte der Doktor das nasse Element als Arznei und Kneipp, der ohnehin nichts zu verlieren meinte, machte die Probe an sich selbst, indem er ab Winter 1849 zwei- bis dreimal wöchentlich ein Bad in der eisigen Donau nahm. Schon bald verspürte er, wie sein Körper an frischer Kraft gewann und er konnte seine Studien fortsetzen und beenden und erlangte auch das ersehnte Amt des katholischen Pfarrers.
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Sebastian Kneipp war nicht allein Wasserdoktor. Insbesondere den Heilkräutern widmete er sein Augenmerk und hinterließ in seinen Büchern zahlreiche Rezepte, dringend riet er auch zum Verzehr der unverfälschten Wildkräuter.
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Bücher von Sebastian Kneipp selbst sind im modernen Buchhandel ohne Schwierigkeiten erhältlich, ebenso häufig Werke seiner Anhänger und Nachfolger, bei Interesse hilft sicher nachstehende Werbung: